Abstehende Ohren sind nicht nur in unserem Land eines der häufigsten ästhetischen Operationsgründe sondern auf der ganzen Welt. Grundsätzlich beeinflusst dieses nicht die Funktionsfähigkeit des Körpers und ist deshalb auch nicht als Krankheit einzuordnen. Trotzdem stellt es für viele ein großes Problem dar und wird in der ästhetischen Chirurgie oftmals durchgeführt. Mit der Entwicklung der Medizin und der Leichtigkeit ästhetischer Operationen in den letzten Jahren können Probleme mit abstehenden Ohren leicht mit Hilfe moderner und einfacher Techniken behandelt werden. Abstehende Ohren sollten, wenn es psychische Probleme wie mangelndes Selbstvertrauen und geringes Selbstwertgefühl verursacht, mit einer Operation korrigiert werden, damit der Betroffene ein besseres Selbstwertgefühl und somit auch ein besseres soziales Leben führen kann.
Ästhetische Operationen am Ohr werden im Alter von 5-6 Jahren durchgeführt, weil die Ohrmuschel bis dahin ihre Entwicklung weitgehend abgeschlossen hat. Wenn die OP zur richtigen Zeit durchgeführt wird, werden Kinder kein soziales Trauma erleiden. Ein weiterer Vorteil diese OP im Kindesalter durchzuführen ist das weiche und flexible Ohrenknorpel, welches sich leichter und dauerhafter formen läßt.
Ein schönes Ohr sollte auch ein natürlich aussehendes Ohr bedeuten. Ohrfalten sollten weich sein und mit ihrer Umgebung harmonieren. Von vorne betrachtet sollte die äußerste Ohrfalte von vorne zu sehen sein. Die Projektion des Ohrs in Relation zum Kopf sollte in jeder Hinsicht harmonisch sein.
Während der Operation wird hinter dem Ohr ein kleiner Schnitt gemacht, um den Knorpel zu erreichen. Je nach anzuwendender Technik wird der Knorpel umgeformt und die neue Form mit Nähten dauerhaft fixiert. Symmetrie ist hier sehr wichtig. Nachdem Nähte auf der Haut platziert wurden, wird das Ohr verbunden.
Der Eingriff dauert durchschnittlich 60-90 Minuten. Während die Ohrästhetik bei Erwachsenen in örtlicher Betäubung durchgeführt wird, wird bei Kindern die Vollnarkose bevorzugt.
Nach der Operation können mäßige Schmerzen auftreten. Dies e sind nicht sehr stark und können medikamentös behandelt werden. Wenn die Schmerzen länger als 24 Stunden anhalten oder schlimmer werden, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Der gewickelte Ohrverband wird je nach Situation in 3-7 Tagen entfernt. Von nun an wird empfohlen, ein Tennisband zu tragen, um die Ohren in einer stabilen Position zu halten und zu schützen. Dieses muss zwei Wochen lang Tag und Nacht und zusätzlich zwei Wochen nur nachts verwendet werden. Sport sollte mindestens 6 Wochen lang nicht betrieben werden. Wenn ein Ohrverband oder Tennisverband getragen wird und kein Körperkontakt stattfindet, ist die Rückkehr zur Schule oder Arbeit nach 2-3 Tagen möglich.
In den ersten Tagen sollten Aktivitäten eingeschränkt werden. Häusliche Aktivitäten brauchen aber nicht werden.
Übermäßige Aktivität führt zu vermehrten Schwellungen und Blutergüssen. Die Anwendung von Kälte und Eis reduziert Schwellungen, Blutergüsse und Schmerzen. Wenn während der Eisanwendung Unbehagen empfunden wird, ist es angebracht, Pausen zu machen.
Um Schwellungen zu reduzieren, sollten Sie, wenn Sie sich hinlegen den Kopf höher lagern. Sie sollten 7-10 Tage möglichst nicht auf der Seite liegen. Sie sollten einen Monat lang auf einem sehr weichen Kissen schlafen.
Wenn Sie eine Brille tragen, sollten die Wunden nicht belastet werden.
Der Verband wird nach 3-5 Tagen entfernt. Nach dem Entfernen des Verbands sollten die Ohren nicht verdreht oder gezogen werden.
Übermäßige Bewegung und Aktivitäten sollten für 4-6 Wochen vermieden werden da es zu Blutungen und Schwellungen führen kann.
